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Färber

Auch Fläminger (flämische Tuchfärber), Graufärber (Loden- oder Grobgrünfärber), Rauschfärber (Schwarz- Schlecht- oder Schlichtfärber), Schönfärber (verwendet helle Farben), Waidfärber (Blaufärber)

Im 14. Jahrhundert lösten sich die Färber von den Tuchscherern und Webern, um eigene Zünfte zu bilden. Später entstanden aus den Färbern die spezialisierten Bleicher. Die Gesellen gingen auf Wanderschaft, um Erfahrungen und Rezepte zu sammeln.

Die wesentlichen Arbeitsgänge der Färberei sind: Waschen, Beizen, Spülen und Färben. Zuvor erfolgt ein langes Bleichen, Walken und Mangeln der Leinwand. Als Beizmittel wurden Alaun, Asche, Kalk, Urin und Zinn verwendet. Eisensalze, Farbhölzer, Indigo, Kupferwasser, Gallus, getrocknete und zu Pulver zermahlene Waidblätter und Färberkraut lieferten die Farben für Leinen, Wolle oder Seidenstoffe.

1859 wurde das Anilin erfunden, und Industriebetriebe begannen mit der Verdrängung des Färberhandwerkes.

Fischer
Fischer
Zunftwappen
Häufig bildeten die Fischer mit anderen Handwerken, zum Beispiel Schiffern oder Metzgern, eine gemeinsame Zunft. Die Fische wurden mit der Angel, durch Stechen oder mit Netzen gefangen und in Fässern lebend verkauft. Später wurden die Fische auch gesalzen. Jedoch war der Handel mit konservierten Seefischen nur den Kaufleuten vorbehalten. In den Zunftordnungen war eine 2- bis 3-jährige Lehrzeit vorgeschrieben. Die 2-jährige Gesellenzeit wurde für Meistersöhne oft verkürzt.

Die Kontrolle des Fischhandels erfolgte durch die Fischmeister und vom Rat bestellten Marktaufsehern. Auf dem Land wurde die Lohnfischerei als Nebenerwerb ausgeübt, und die Bauern mussten ihren Fang dem Grundbesitzer abliefern.
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