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Dachdecker
Dachdecker
Zunftwappen






Auch
Layendecker, Schindler

Die mittelalterlichen Bauhütten trennten sich seit dem 14. Jahrhundert in die einzelnen Handwerke. Mit 2 bis 3 Jahren war die Lehrzeit im Baugewerbe recht kurz. Ortsansässige Gesellen mussten nicht auf Wanderschaft gehen. Dackdecker (Meister, Lehrlinge und Gesellen) wurden direkt vom Bauherren entlohnt.

Wegen der Brandgefahr wurde in den Städten das Decken mit Stroh oder Holzschindeln verboten. Es kamen Stein und Schiefer (Layen) und Hohlziegel in Gebrauch.

Drahtschmied, Drahtzieher

Der
Drahtschmied spaltete das Metall und formte es mit dem Hammer bis zu einem bestimmten Durchmesser. Sein Rohprodukt wurde als Stangen (Zaine) geliefert. Diese wurden vom Grobdrahtzieher angespitzt und durch die Löcher eines Zieheisen gezogen. Abhängig von der Größe der Öffnung verringerte sich der Drahtdurchmesser, wobei die Drahtlänge zunahm. Mit dem Drahtdurchmesser verringerte sich auch der Kraftaufwand für den Zug.
Etwa um 1390 wurde in Nürnberg begonnen, wasserbetriebene Mühlen zu benutzen.

Bis zum 18. Jahrhundert galten Nürnberg, Aachen, Altena und Lüdenscheid als Zentren der Drahtherstellung.









Drahtzieher
Zunftwappen

Drahtzieher

Drechsler

Auch Becherer, Beindreher, Bolzendrechsler, Büchsendrechsler, Holzdreher, Horndreher, Paternostermacher, Ringdrechsler, Rotschmieddrechsler, Schachtschneider

Das Drechseln ist seit dem Altertum bekannt und wurde ursprünglich nicht in Holz- und Metalldreher unterschieden. Es gehörte zu den geschenkten Handwerken, und für Gesellen war eine Wanderzeit vorgeschrieben.

Auf dem altertümlichen Fideldrehstuhl, der im 13. Jahrhundert erfundenen Wippdrehbank, und der aus dem 18. Jahrhundert stammenden Fußdrehbank mit Kurbel und Schwungrad wurden Haushaltsuntensilien aus Holz gedrechselt: Becher, Kerzenleuchter, Schüsseln, Stühle, Schemel, Spinnräder, Teller. Im handwerklichen Bereich fanden Drehteile für Möbelschreiner, komplette Handwerksgeräte oder Fasshähne Verwendung. Aber auch für die Kunst wurden Pfeifen und andere Musikinstrumente hergestellt.

Während des Barocks wurden kostbare Materialien wie Bernstein oder Elfenbein und Edelmetalle verarbeitet.

Seit dem 16. Jahrhundert wurde in der Metalldreherei die Antriebskraft des Wassers genutzt.


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